01.08.2011
Interview mit Michael Foos
„Mir ist es wichtig, auch später
eine intakte Umwelt zu hinterlassen.“
Michael Foos, Dipl.-Wirtsch. Ing., Vertriebsleiter Außendienst
Was reizt Sie an Ihrer Arbeit bei ALUFORM und was macht Ihnen besonderen Spaß?
Als Vertriebsleiter bei ALUFORM ist es besonders der Umgang mit den verschiedenen Menschen, der meine Arbeit prägt. Das Zusammenspiel zwischen den Kunden und den Mitarbeitern von ALUFORM ist ein besonders spannendes Aufgabengebiet. Denn wir wollen ja zur Zufriedenheit unserer Kunden die Aufträge terminlich zuverlässig und in bester Qualität ausführen. Auch der Umgang mit verschiedenen Kulturen – wir exportieren ja unsere Produkte in viele Länder – ist immer wieder spannend und abwechslungsreich.
Wie muss man sich den Unterschied im Umgang mit verschiedenen Kulturen vorstellen?
Ja, da fällt mir zum Beispiel sofort unser indischer Geschäftspartner ein. Hier bedarf es überzeugender Argumente, um die Vorteile von Aluminiumprofilen gegenüber Stahlprofilen zu vermitteln. Indien ist ein Land das vom Meer umgeben ist und deshalb brauchen Bauwerke dort in vielen Regionen besonderen Korrosionsschutz. Hier entwickeln wir gemeinsam neue Gedanken, um mit Aluminiumprofilen etwas Langlebigeres zu schaffen und was sich über Jahrzehnte auch bewährt. Den Indern gefallen unsere Aluminiumprodukte, auch wenn diese für sie relativ neu sind. Denen zu erklären, wie mit unseren Materialen und Konstruktionsmitteln etwas gebaut oder dargestellt werden kann, ist schon etwas anderes, als wenn sie es mit einem Europäer zu tun haben.
Wo stecken die Herausforderungen, Indien liegt tausende Kilometer entfernt, um Aluminiumprofile von Bernsdorf nach Asien zu verkaufen und dahin zu befördern?
Ja, warum macht das einer auf diese große Entfernung und holt sich das nicht einfach um die Ecke oder aus China oder wo es sonst irgendwo billiger ist! Der Hauptgrund ist: wir haben die bessere Lösung, die besseren Produkte, die bessere Qualität, die bessere Beratung. Und vielleicht zum Teil auch Produkte, die noch nicht billig kopiert oder nachgebaut wurden.Mit der richtigen Strategie und unserem Know-how wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern entsprechende Marktanteile sichern. Gerade in Indien, denn dieses Land besitzt ein unglaublich großes Marktpotenzial.
Herr Foos, wo sehen Sie Ihre Verantwortung, wenn es um den Schutz unserer Umwelt geht?
Jeder Mensch sollte sich überlegen, was er später mal hinterlassen will. Ich habe selber Kinder und mir ist es wichtig, auch später eine intakte Umwelt zu hinterlassen – so, wie ich sie angetroffen habe und erleben darf. Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten. Mit ganz kleinen Dingen wie der Mülltrennung oder indem ich eben Produkte kaufe, die nachhaltig hergestellt werden. Oder man überlegt sich: muss es jetzt die Fernreise sein? Und fahre ich vielleicht lieber mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit oder zum Einkaufen? Da kann jeder mit seinen Möglichkeiten etwas Positives tun.
Welche Wünsche und Hoffnungen treiben Sie an und was könnte davon in naher Zukunft verwirklicht werden?
Also: ich habe nicht den ganz großen Wunsch, nicht die Yacht oder den Trip zum Mond oder sonst irgendetwas. Für mich ist viel wichtiger: Der Weg ist das Ziel. Ich will mit meinem Leben und selbstverständlich mit unserem Unternehmen etwas erreichen, dass man eine gute Zeit zusammen hat und mit den Menschen etwas Nützliches und Sinnvolles tut. Zum Beispiel eine Halle, ein Dach oder eine Fassade planen und bauen, die viele, viele Jahre gute Dienste tut. Das ist mir wichtig. Wenn dabei dann noch ein architektonisch gelungenes Gebäude herauskommt, freue ich mich jedes Mal, wenn ich es sehe.
Gibt es da spezielle Hoffnungen, die man sich durch sein eigenes Zutun zu erfüllen hofft?
Ich möchte das Zusammenspiel meiner Mitarbeiter im Außendienst mit den Anforderungen unserer Innendienstmitarbeiter und der Produktion in Einklang bringen. Wenn dabei auch noch zufriedene Kunden entstehen, dann hat sich für mich mein Einsatz zu 100% gelohnt.
Welche Möglichkeit sehen Sie in dem Bestreben, beim Einsatz von ALUFORM-Produkten aus der Sicht des Vertriebschefs einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten?
So wie meine Mitarbeiter liebe ich das Material Aluminium. Ich bin von unseren Produkten in der Anwendung als Außenhaut total überzeugt. Auch wenn die Herstellung beim ersten Mal energieaufwendig ist, beschert uns dieses Material ein sehr, sehr langes Produktleben, das durch x-maliges Recycling mit dann geringem Aufwand in ein neues Produkt verwandelt werden kann, da es viel zu schade und zu wertvoll ist, um es nach dem Gebrauch einfach wegzuwerfen. Mit unseren Sandwichelementen bieten wir seit langem die Möglichkeiten eine extrem gute Wärmedämmung für Gebäudehüllen herzustellen, die gleichzeitig wartungsarm und sehr langlebig sein sollen. Mit unseren in die Stehfalzprofile integrierten und flexiblen Solarmodulen ermöglichen wir die Ausnutzung der fast grenzenlos und kostenlos verfügbaren Sonnenenergie in Verbindung mit den Vorteilen des geringen Gewichtes und der Korrosionsbeständigkeit der verwendeten Materialien.
Sie selbst legen sehr großen Wert auf Qualität. Wie wichtig ist Ihnen die Zusammenarbeit mit Kunden, die in Sachen Qualität keine Kompromisse dulden?
So ein Kunde wäre unser Traumkunde! Da hätten wir leichtes Spiel um dessen Forderungen zu erfüllen. Viel aufwändiger ist es, einen Kunden zu überzeugen, der nicht gleich die Unterscheidungsmerkmale Qualität, Liefertreue oder Service in den Vordergrund stellt, sondern nur den Preis ansieht. Denn da beginnt unsere Aufgabe und Herausforderung im Vertrieb, neue Potenziale zu erschließen und auch Wünsche zu wecken und zu erfüllen.
Gut, dann provoziere ich noch etwas und frage: Wie schaffen Sie es, Ihre Kunden davon zu überzeugen, dass es effizienter ist, Aluminiumprofile anstatt Stahlprofile anzuwenden? Der Wettbewerb lobt ja seine Produkte ebenso und stattet sie mit Langlebigkeit aus. Letztlich wissen wir alle, dass Stahlprodukte nicht so langlebig sein können wie Aluminium.
Das ist einfach, weil meiner Meinung nach jedes Material seinen optimalen Einsatzzweck hat. Den Stahl verwenden wir im geschützten Bereich hinter dem Aluminium – zum Beispiel als Unterkonstruktion. Die Aluminiumprofile sind für mich ganz klar die Schnittstelle von innen und außen – als Außenhaut und Wetterschutz. Wenn ein Kunde dann überlegt, dass seine Fassade oder sein Dach über einen Zeitraum von mehr als 10 oder 20 Jahren funktionieren soll, dann muss ihn unsere Argumentation automatisch überzeugen. Wenn ein Investor sich dagegen sagt, mir reichen 10 Jahre Lebensdauer und danach die Sintflut, dann können wir den natürlich nicht überzeugen.
Gibt es eigentlich eine Alternative zum Aluminium, wenn ein Kunde eine langlebige und nachhaltige Fassade will?
Nein, da führt wohl kein Weg an Aluminium vorbei, das dank seiner Langlebigkeit über einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren betrachtet ein wesentlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als andere Materialien hergibt.
Heißt unterm Strich: Wer billig kauft, kauft zwei Mal!
Der kauft mit Sicherheit zwei- oder mehrfach!
Vielen Dank für das Gespräch!
Das Gespräch führte Matthias Knöbel, Redakteur „Aluform-Newsletter“.
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